Suchmaschinen-Optimierung für Flash-Seiten
Komplette in Flash gestaltete Webseiten sind nur schwer für Suchmaschinen zu optimieren, da die Suchrobots (auch Bots oder Crawler genannt) rein textbasiert arbeiten. Das heißt, die Suchrobots können mit reinen Videodateien nichts anfangen. Es gibt allerdings auch Gründe dafür, eine Internet-Präsenz in Flash zu gestalten.
Zum Beispiel, wenn der Anbieter ein Flash-Entwickler ist oder ein Künstler. Hier ist davon auszugehen, dass seine Zielgruppe über die Technologie (Flash-Player) verfügt und dies auch erwartet.
Die Statistiken des Webbarometers besagen jedoch, dass nur 50 bis 60 Prozent der Intenetnutzer über das installiertee Plugin, den Shockwave Flash-Player, erfügen. Dies bedeutet, dass fast die Hälfte der potentiellen Seitenbesucher erstmal ausgeschlossen werden. Und nicht jeder Besucher ist gleich gereit - oder in der Lage - sich das fehlende Plugin zu installiernen.
Bis vor kurzem wurden Flash-Seiten von Suchmaschinen überhaupt nicht gefunden. Inzwischen tauchen jedoch vereinzelt auch komplett in Flash gestaltete Seiten in den Suchergebnissen von z.B. Google auf. Wie geht das? Mir einigen Tricks. Zum Beispiel kann die Meta-Tags im Head-Bereich der HTML-Seite, in die die Flash-Datei eingebunden wird, nutzen. Auch wenn Meta-Tags inzwischen bei den Suchmaschinenen eine untergeordente Rolle spielen. Für Flash-Sites sollte man trotzdem darauf zurückgreifen. Außerdem sollten Sie einen Seitentitel (title-Tag) vergeben. Wenn möglich sollte das Flash auf mehrere HTML-Seiten verteilt werden (Deep-Linking in Flash). So kann man mehrere einzelne HTML-Seiten optimieren und gleichzeitig schafft man so die Möglichkeit, dass Benutzer sich einzelne Teile als Favoriten abspeichern können. Desweiteren gibt es einige Falsh-Elemente, die möglicherweise von Suchrobots erkannt werden. Dazu zählen Text-Inhalte (statisch und dynamisch) - selbst Buttons werden erkannt, verborgener Flash-Text (z.B. in Action-Script Erklärungen), Link-Texte sowei externe Textinhalte, wie z. B. PDF- oder XML-Dateie.
Fazit: Trotz der zunehmenden Befähigung von Suchrobots auch dynamische Inhalte über Tags (Stichwörter) und HTML- sowie einige Flash-Inhalte zu indizieren, ist und bleibt die Suchmaschinenoptimierung für reine Flash-Angebote schwer. Auf keinem Fall sollte man auf eine alternative HTML-Version verzichten - auch wenn dies doppelte Arbeit verursacht. Die wichtisten Inhalte sollten im HTML-Format bereit gestellt werden.
Quelle: Dr. Web Magazin - Seo und Flash (kostenpflichtiger Plus-Beitrag)
Zuletzt aktualisiert am 20.11.09